29.11.09, Kt. Bern: Verfassungsänderung "Stimmrechtsalter 16"

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Ich bi der Meinung, dass Jugendliche im Alter von 16 Jahren, noch nicht in der Lage sind über Themen abzustimmn über die sie keine Ahnung und auch keine Meinung haben. Mit 16 hat man interesse für andere Themen.
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Hand aufs Herz: Gewisse Vorlagen die vors Volk kommen (Umwandlungssatz), sind dermassen komplex dass selbst erfahrene Personen ihre liebe Mühe mit dem Thema haben. Sie werden der Jugend nicht gerecht, wenn Sie glauben, sie sei nicht zur Meinungsbildung fähig.
Allerdings stehe ich dem Abstimmungsalter 16 auch eher negativ gegenüber. Meine Mutter hat mir diesen Spruch mit auf den Weg gegeben: Geduld bringt Rosen.
Wir brauchen nicht immer an den Grenzen zu rütteln, wir stimmen und wählen sobald wir 18 sind. Ich hatte kein Problem damit, auch wenn ich schon mit 17 politisch interessiert war.
Die Jugend sollte man wirklich nicht unterschätzen! Wenn man den Staatskundeunterricht attraktiver in den Unterricht einflechten würde, wären vielleicht sogar mehr Jugendliche an Politik interessiert. Jedenfalls sind Politiker, welche die Urteilsfähigkeit von Jugendlichen in Zweifel ziehen, nicht wirklich von Vorteil.
Herzliche Grüsse von einem politikbegeisterten Jugendlichen
Charles Schnyder von Wartensee - CVP 16. Juni 2010 Verstoss melden
Ich kann dir nur zustimmen, wenn man den Staatskundeunterricht besser gestalten würde, wäre sicherlich mehr Interesse da. Auch möchte ich an der Jugend nicht zweifeln aber wenn ich zum Teil sehe, wie da das Wissen ist erschreckt mich das ein wenig.
Tamara Münger - Vorstand Kanton Bern, BDP 16. Juni 2010 Verstoss melden
Leider steht es um das politische Wissen von Erwachsenen nicht unbedingt besser. Staatskundeunterricht sollte schon vor dem 16/17 Lebensjahr den Weg in den Schulunterricht finden. Vor allem sollte das Fach aber nicht in trockener und langweiliger Weise an die Schüler herangebracht werden. Wie könnte man das anstellen? Ich denke da zB. an die geniale Idee meines Gymnasiums, eine Parlamentssitzung im Rathaus nachzustellen. Schüler in Kontakt mit Politikern kommen zu lassen. Nicht bloss langweiliges Auswendiglernen von Begriffen wie Exekutive, Legislative und Judikative...
Freundliche Grüsse
Charles Schnyder von Wartensee - CVP 16. Juni 2010 Verstoss melden
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Ich möchte an dieser Stelle weder für noch gegen die Initiative Stellung beziehen.

Beim Thema "Stimmrechtsalter 16" kommt bei mir jedoch immer wieder die Frage auf, weshalb ein 16-Jähriger, bzw. eine 16-Jährige nicht entscheiden kann, ob er/sie im Ausgang ein Piña Colada geniessen will, jedoch über weitreichende Abstimmungsthemen bereits voll und ganz mitreden kann.

Weshalb traut man jungen Menschen nicht die Kompetenz zu, selbst über ihren eigenen Konsum (Alkohol, Tabak, sexuell orientierte Medien, etc.) zu entscheiden, jedoch über zukunftsweisende Abstimmungsvorlagen und Wahlen zu befinden?

Deshalb bitte ich in dieser Frage um etwas mehr Konsequenz: Entweder ist man bereits ab 16 Jahren mündig oder eben nicht.
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Auch als Massnahme gegen die Überalterung unserer Gesellschaft.
Innovation statt Konservation.
Junge wollen noch die Welt verbessern, Alte am liebsten, dass alles beim Alten bleibt.
Ist der Reformunwille/-fähigkeit unserer Gesellschaft nicht bereits ein Zeichen der Überalterung?
Carlo M 17. Juni 2010 Verstoss melden
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Diejenigen Jugendlichen, die gerne mitbestimmen möchten, sollen diese Chance auch erhalten. Gefahren gibt es da keine, Kosten auch minim. Aber man bindet junge Menschen mit ein in die Verantwortung. Die Politik besteht eh mehrheitlich aus einem "überaltertern Haufen", was eigentlich ja auch keine repräsentativen Abbildung der Gesellschaft ergibt.
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Die Abstimmung ist leider schon vorbei. Aber es gibt sicher wieder einmal eine Gelegenheit.
Harald Jenk - Grossrat Bern, SP 3. März 2010 Verstoss melden
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Überrascht von der Deutlichkeit des Resultats?
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Ja überrascht bin ich. Das Initiativkomitee hat sich wirklich ins Zeug gelegt und hatte gar keinen "reellen" Contra-Gegner, ausser der Parteiparolen der bürgerlichen Parteien. Die Abstimmung im Grossen Rat war knapp, wieso fällt es in der Bevölkerung so deutlich aus?
Dominique Fischer 29. November 2009 Verstoss melden
Ich finde dieses Resultat ob seiner Deutlichkeit doch sehr, sehr erstaunlich - zudem das PRO-Komitee meiner Ansicht nach einen sehr guten Wahlkampf betrieben hat. Aber die Berner haben deutlich gezeigt, wie sie zu 16-jährigen an der Urne stehen. Schade, schade, schade .
Elisa Schlup 30. November 2009 Verstoss melden
Mich erstaunt dieses Resultat ganz und gar nicht. Nicht-Volljährige = nicht wähen und abstimmen; tönt pauschal, ist aber ganz einfach so.
Remo Geissler 30. November 2009 Verstoss melden
Mich erstaunt das Resultat auch nicht.
Hätte ich früher von der Debatte hier erfahren, hätte ich auch meinen Senf dazu gegeben.

Ich finde ein Stimmrechtalter von 16 unnötig und sogar leicht daneben.
Ich bin 17 Jahre alt und wünschte manchmal, ich könnte abstimmen.
Doch man muss auch die andere Seite sehen.

Viel Jugendliche im Alter von 16 interessieren sich zum Einen nicht für die Politik und zum Anderen steht es um die politische Bildung bei Jugendlichen schief bis schräg.
Ich spreche da aus Erfahrung und im Vergleich zu Gleichaltrigen.
Persönlich wäre ich nicht dazu abgeneigt gewesen, doch wie gesagt, der Hauptteil hat auf gut Deutsch einfach keine Ahnung von Politik und würden nur einen schlechten Einfluss auf die Resultate sein.

Man sollte das Alter auf 18 belassen, wie anscheinend entschieden wurde.
Michael Tanner 1. Dezember 2009 Verstoss melden
Wie auch immer man zum Anliegen und zum Resultat steht, die InitiantInnen haben eine frische, freche Kampagne geboten. Ihre Stimmrechtsfähigkeit haben Sie damit mehr als unter Beweis gestellt. Bin gespannt auf die nächste Kampagne aus ihrer Küche.
Andreas Amsler - Politnetz Team 2. Dezember 2009 Verstoss melden
Da bin ich aber auch der Meinung.

Waren es denn unter 18-jährige, die die Initiative ergriffen haben?
Wenn ja, dann bewundere ich diese Personen :)
Michael Tanner 2. Dezember 2009 Verstoss melden
wenn ich schaue, wo investiert wird, da siegen die senioren ganz klar gegen die junioren...
Denise Bähler - EVP 22. Februar 2010 Verstoss melden
in dieser deutlichkeit war das resultat überraschend! die frage stellt sich, inwieweit die zeitgleiche abstimmung über das minarettverbot einen einfluss auf die anderen vorlagen hatte (kriegsmaterialexporte, stimmrecht 16).
@ michael t: ursprünglich wurde im kanton bern der vorstoss von der jüngsten grossrätin lanciert. sie ist über 18, sonst könnte sie ja noch nicht im grossen rat sein. in der abstimmungskampagne wurde jedoch ein sehr grosser teil der arbeit von unter 18-jährigen geleistet.
Kathrin Balmer - SP 11. Mai 2010 Verstoss melden
@Kathrin Balmer:
Das freut mich, ich glaube, wenn ich davon erfahren hätte, hätt ich sicher auch mitgemacht.

Ich denke die zeitgleichen Abstimmungen haben das Resultat nicht oder nur wenig beeinflusst.
Als ich noch nicht 18 war, hätt ich mir das Stimmrecht zwar schon gewünscht, aber wenn ich dann zurückschaue, hätt ich vielleicht auch dagegen gestimmt.
Ich finde mit 16 Jahren sind die wenigsten fähig zu stimmen (vom geistlichen her gesehen).
Darüber müsste man aber eher länger und genauer diskutieren, wäre mir nicht ganz so sicher gewesen.
Michael Tanner 11. Mai 2010 Verstoss melden
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Offenbar haben gewisse Parteien grosse Angst, dass die Jungen Ihre ansichten nicht teilen könnten.
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Jugendliche im Kanton Bern sollen künftig bereits mit 16 abstimmen und wählen (nicht aber selbst gewählt werden) können. Befürworter sehen in der Vorlage ein Korrektiv zur Überalterung der
 Gesellschaft; Gegner halten es für unsinnig, unterschiedliche Alterslimiten für die politische und zivilrechtliche Mündigkeit zu schaffen. Ausserdem seien 16-Jährige in ihren Entscheidungen stärker 
beeinflussbar als Ältere.

Newsletter: http://votez.ch/pourvous/
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Zum Argument der Überalterung:

http://bazonline.ch/schweiz/standard/Junge-fordern-Stimmrecht-ab-Geburt/story/27536867

Junge CVP Luzern sammelt Unterschriften für ein Familienstimmrecht (respektive ein Stimmrecht für Kinder in Familien ab der Geburt) welches die jungen Familien stärken soll.
Adrienne Fichter - Politnetz Team 11. November 2009 Verstoss melden
und ab wann darf ein Fötus abstimmen???
Marco Willener 3. März 2010 Verstoss melden
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Hallo Tobi,
Ich habe mich köstlich amüsiert über dieses gelungene Video. Ich denke aber nicht alle sind so unwissend. Ein ähliches Video könnte ich auch machen mit 16 Jährigen, die nichts wissen und mit Alten, die alles wissen. Aber zum Stimmrecht gehört noch etwas mehr. z.B. Selbständigkeit (für sich selber sorgen! Nicht im Hotel Mamma wohnen! Oder volle Verantwortung für alle Taten übernehmen. Ausgewachsen sein (körperlich z.B.) Die Pubertät überwunden haben und eine gewisse Reife, eine gewisse Erfahrung mit sich bringen usw. Könnte Dir noch vieles aufzählen. Als ich beispielsweise 16 war, glaubte ich noch an das Idealbild Kommunismus. Heute weiss ich, dass das unmöglich ist, ein schönes Märchen. Also bin ich dagegen, weil sonst die SP noch mehr Auftrieb bekäme. Zum Abstimmen und Wählen gehören Rechte und Pflichten. Selbständigkeit ist in diesem Alter (gerade bei einer längeren Ausbildung (Studium) einfach noch nicht gegeben. Erst Lernen und dann mitreden! Für mich ist 18 schon zu früh. Gruss Brigitta
Brigitta Maria Weingartner 10. November 2009 Verstoss melden
Hallo Brigitta
Ich glaube übrigens gar nicht unbedingt, dass (nur) die SP "noch mehr Auftrieb" durch die Senkung des Stimmrechtsalters bekäme, sondern sicher auch die SVP. Weniger profitieren würden wahrscheinlich die Mitteparteien.
Deine Argumente gegen die Senkung überzeugen mich nicht. Klar ist es wichtig "zuerst zu lernen", aber das gilt während des ganzen Lebens. Ich bin überzeugt, dass die Senkung die künftigen Generationen sogar dazu anstachelt, früher damit zu beginnen.
Tobi Heusser 13. November 2009 Verstoss melden
@brigitta: es gibt in allen generationen leute, die sich für politik interessieren, und solche, die sich nicht interessieren.
16-jährigen traut man weitreichende entscheide zu: beispielsweise bei der berufswahl und der lehrstellensuche. aber auch bei der sexuellen mündigkeit oder der mündigkeit in fragen der religion. warum traut man ihnen dann nicht zu, abzustimmen und zu wählen, das sehe ich nicht ein.
und schliesslich noch zum "auftrieb" für die sp: alle erfahrungen (z.b. in österreich, in glarus und in mehreren deutschen bundesländern) zeigen, dass die senkung des stimmrechtsalters die politischen mehrheiten nicht verschiebt. im durchschnitt wählen 16- und 17-jährige nicht anders als alle anderen altersgruppen. auch die stimm- bzw. wahlbeteiligung ist gleich hoch (oder tief) wie bei den ältern.
Kathrin Balmer - SP 18. November 2009 Verstoss melden
Auch für 18jährige ist es in der Schweiz nicht selbstverständlich, dass sie abstimmen dürfen. Keine Demokratie auf der Welt brauchte solange wie unser Land, um das Stimmrechtsalter von 20 auf 18 senken.

Ich finde es überhaupt widerwärtig, dass es für das Mitbestimmungsrecht eine Altersgrenze gibt. Jedesmal, wenn ich einen Stimmzettel ausfülle und an die Urne gehe, muss ich daran denken, dass es in diesem Moment viele Menschen gibt, welche das nicht tun dürfen, aufgrund von Voraussetzungen, welche sie gar nichts dafür können, wie Geburtsdatum oder Nationalität. Ich bin dafür, dass das Stimmrecht wie das Petitionsrecht gehandhabt wird.

Meine Eltern waren in den 70er Jahren auch politisch tätig. Ich kannte daher schon im Kindergarten die Namen der Parteien, inklusive die dazugehörigen Farben (SP = rot, FDP = gelb, CVP = schwarz). Seit ich wählen darf (leider erst mit 20), habe ich noch keinen Urnengang verpasst.
Peter Vögeli 22. November 2009 Verstoss melden
Lieber Herr Vögeli,
Egal welche Meinung Sie vertreten, aber das Wort widerwärtig hat hier doch nichts verloren. Es ist völlig undemokratisch, die Meinung von anderen Bürgern widerwärtig zu finden. Ich meinerseits möchte, dass unreife Menschen, die noch keine Verantwortung übernehmen können, nicht über wichtige Angelegenheiten abstimmen.
Brigitta Maria Weingartner 22. November 2009 Verstoss melden
Liebe Frau Brigitta Maria Weingartner

Das Wort, dessen ich Gebrauch gemacht habe und das Ihnen missfällt, bezieht sich nicht auf Ihre Meinung, sondern auf die Tatsache, dass es in unserem Land Menschen gibt, welche nur Pflichten erfüllen dürfen, aber keine politische Rechte haben.
Peter Vögeli 22. November 2009 Verstoss melden
Herr Vögeli,
Lesen Sie doch bitte mal den Beitrag Nr. 16 von Lukas Lanzrein.
Brigitta Maria Weingartner 23. November 2009 Verstoss melden
Die gleichen Argumente, welche Lukas Lanzrein schreibt, gab es schon, als es um das Stimmrechtsalter 18 ging.
Peter Vögeli 23. November 2009 Verstoss melden
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Wenn Jugendliche über kantonale Entscheidungen mitbestimmen können, ihnen aber der Zugang zu den wirklich interessanten Abstimmungen bis 18 verwehrt ist, ist ein Stimmrechtsalter 16 wirkungslos. Die meisten jungen StimmbürgerInnen lassen sich gerade bei europapolitischen Vorlagen mobilisieren, wie die jüngste Abstimmung zum Personenfreizügigkeitsabkommen zeigte. Eine Vorlage über die Bewilligung eines Kredits zu irgenwelchen Bauvorhaben in einer bestimmten Gemeinde lockt bestimmt wenig 16- Jährige an die Urne...

Vorgestern wurde übrigens dieselbe Initiative im Kanton Tessin mit derselben Begründung abgelehnt:

http://www.swissinfo.ch/ger/news/newsticker/schweiz/Abfuhr_fuer_das_Stimmrechtsalter_16_im_Tessin.html?siteSect=113&sid=11384914&cKey=1256146876000&ty=ti&positionT=1
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Das ist doch kein Argument! Wieso sollten nur eidgenössische Vorlagen "wirklich interessant" sein. Gerade Jugendliche kommen sehr häufig mit Themen in Kontakt, die kantonal geregelt werden. Beispiel: Bildung, Verordnungen die den Ausgang betreffen, etc.
Ausserdem: Wer die kantonalen Vorlagen als wenig interessant betrachtet, hat den Sinn des Föderalismus wohl nicht ganz verstanden. Sorry, Frau Fischer, aber ich kann ihr Argument nicht wirklich ernst nehmen.
Julian Meier 26. Oktober 2009 Verstoss melden
Mein Argument ist nicht gegen das Stimmrechtsalter 16 generell, sondern ein Argument gegen die Einführung auf kantonaler Ebene. Wenn dann möchte ich dass die 16- Jährigen genau über dasselbe abstimmen können wie die Erwachsenen (ab18 Jahren).
Es ist spätestens seit der Veröffentlichung der IEA- Studie (wo die Schweizer Jugendlichen im internationalen Vergleich von 28 Ländern unterdurchschnittlich schlecht abgeschnitten haben) erwiesen, das "umstrittene Vorlagen mit einem hohen Betroffenheits- und Emotionalisierungsgrad" das politische Interesse von Jugendlichen besonders fördern. Natürlich ist die Bildung etwas was die Jugendlichen unmittelbar betrifft. Dennoch ist die Abstimmung über einen Bildungskredit in einem Kanton bestimmt nicht so spannend für Jugendliche wie Vorlagen über die Einbürgerung von Immigranten. Sie glauben wohl selber nicht daran, dass ein politisch durchschnittlich interessierter Jugendlicher (und damit meine ich NICHT Sie!) am Sonntagmorgen aufsteht um seinen Abstimmungszettel für die Genehmigung eines Infrastrukturvorhabens in Hinterdupfikon einzuwerfen, während sein erwachsenes Umfeld darüber hinaus noch über eine EU- Beitritt mitbestimmen darf. Und wenn Sie das tun, kann ich Ihren Einwand nicht ernst nehmen. Ich bin für einheitliche Lösungen und für Gleichbehandlung. Wenn die 16- Jährigen abstimmen dürfen, dann alle in unserem Land und über dieselben Themen. Anderes könnte sich sogar kontraproduktiv (muss es aber nicht) auf die Motivation/Absicht auswirken, abstimmen zu gehen, da es frustrierend sein muss, nicht über ein gleichwertiges politisches Recht wie die Erwachsenen zu verfügen.

Und ich rate Ihnen: Lesen Sie zuerst die Ergebnisse der IEA- Studie, bevor Sie über diesen Standpunkt urteilen: http://www.politischebildung.ch/schweiz-international/schweiz/iea-studie-national/?details=1&cHash=c30579d6a2

Adrienne Fichter - Politnetz Team 26. Oktober 2009 Verstoss melden
@ Adrienne: Wenn sich Julian Meier und ein paar andere (z.B. ich) für kantonale Vorlagen interessieren, sollte man ihnen doch erlauben, darüber auch abzustimmen! Gezwungen wird niemand! Und wenn jemanden "die Genehmigung eines Infrastrukturvorhabens in Hinterdupfikon" nicht interessiert muss er auch nicht darüber entscheiden - wie bei den Erwachsenen.

Und auch sonst müssen sie JA zum Stimmrechtsalter 16 im Kanton Bern sagen, wenn sei für ein eidgenössisches Stimmrechtsalter 16 sind. Ich gebe zu, mein Wunsch wäre eine nationale Senkung des Stimmrechtsalters. Bei dieser Diskussion wurde aber immer argumentiert, dass dies zuerst auf kantonaler Ebene geschehen soll - et voilà: dazu haben Sie am 29. November die Chance!
Jonas Hirschi - Co-Präsident Jugendparlament Köniz, SP 26. Oktober 2009 Verstoss melden
@Jonas: Wenn ich denn Ja stimmen könnte, würde ich es tun. Leider wohne ich nicht im Kanton Bern. Wie gesagt mein Argument war nicht gegen das Stimmrechtsalter 16 im Kanton Bern sondern FÜR das Stimmrechtsalter 16 in der ganzen Schweiz.
Adrienne Fichter - Politnetz Team 26. Oktober 2009 Verstoss melden
@adrienne: ich fände es auch besser, wenn man stimmrechtsalter 16 gleich auf nationaler ebene einführen könnte. leider hat das parlament diese idee abgelehnt.
es passiert in der schweiz oft, dass eine vorlage auf nationaler ebene nicht durchkommt und darum zuerst auf kantonaler ebene ausprobiert wird. wenn es dann funktioniert, kommt das thema meistens ein paar jahre später nochmals auf nationaler ebene und hat dann logischerweise gute chancen, angenommen zu werden, weil man schon positive erfahrungen hat.
Kathrin Balmer - SP 29. Oktober 2009 Verstoss melden
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Die Jungen sollen zuerst wissen, was es ist, Steurn zu zahlen, bevor abzustimmen. Sie sollen den Preis des Gelds kennelernen und dann können sie sich bewusst für eine Steuernerhöhung oder -senkung entscheiden.
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Lieber Sylvian

Schön sind wir einer Meinung, denn: Jugendliche ab 16 bezahlen bereits heute schon Steuern und zwar werden die gleich verrechnet wie bei Erwachsenen! Jeder 16-jährige muss eine Steuererklärung ausfüllen und zudem ist er auch stark von der Mehrwertsteuer betroffen.

Der Jugendliche zahlt Steuern - weshalb darf er nicht entscheiden was mit diesem Geld passiert?
Jonas Hirschi - Jugendparlamentarier JUSO 23. Oktober 2009 Verstoss melden
Ich stimme Jonas Hirschi hundertprozentig zu!

Mit Verlaub, die Argumentation von Regierungrats-Kandidat Astier liesse sich auch so umschreiben: Alle Stimmbürger müssen zuerst einmal im Gefängnis gewesen sein, damit sie wissen wie es ist, und erst dann dürfen sie über das Strafrecht abstimmen...

Lukas Felber - jf 24. Oktober 2009 Verstoss melden
Lukas, da legst du das Argument von Sylvian Astier aber etwas gar böse aus. Aber ich gebe dir und Jonas recht. Ausserdem ist die Sache mit den Steuern eh relativ: Wer in die Lehre und später arbeiten geht, zahlt sehr früh Steuern. Ein Student bis 25 nicht wirklich.

@ Sylvain ASTIER: Ich finde ihre Position trotzdem interessant. Wo liegt denn für sie die Grenze der politischen Mündigkeit und welche Voraussetzungen müssten dazu erfüllt werden?
Julian Meier 26. Oktober 2009 Verstoss melden
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